Ansicht des Rennwegs mit dem Leopoldsbrunnen und den umliegenden Gebäuden. Von links nach rechts die Stadtsäle, das Gymnasium im heutigen Volkskunstmuseum, die Hofkirche und die Hofburg. Auf dem Dach der höheren Schule ist das Schild „k.k. Staatsgymnasium“ zu erkennen. Vor dem Brunnen drei Buben mit Hut.
Bildnachweis: ÖNB/AKON
http://data.onb.ac.at/AKON/009_343
Anlässlich der Landesausstellung wurde der Leopoldsbrunnen im Jahre 1893 erstmals in seiner heutigen Gestalt präsentiert.
Vorher stand die Reiterstatue von Erzherzog Leopold im Hofgarten bzw. auf dem Platz vor dem Landestheater auf einem Sockel.
Die Aufstellung des Brunnens am Rennweg erfolgte 1894. Die Innsbrucker Nachrichten vom 3. Juli 1894 berichten:
„(Leopold-Brunnen.) Die Aufstellung des Leopold-Brunnenvor den Stadtsälen ist nunmehr vollendet. Der Bretterverschlag um denselben ist entfernt und der Brunnen bereits, wenigstens zeitweise, in Thätigkeit.“
In diesem Beitrag über die Landesausstellung von 1893 sieht man den Leopoldsbrunnen an seinem ersten Standort in der Messehalle:
https://josefauer.com/innsbruck-1893-landesausstellung/
Der Vereinigungsbrunnen am Hauptbahnhof verbrauchte pro Tag fast die vierfache Wassermenge des Leopoldsbrunnens.
Die Innsbrucker Nachrichten vom 18. März 1937 berichten:
„So „konsumiert“ der Leopoldbrunnen am Rennweg, sofern
er „Vollbetrieb“ hat, taglich 220.000 Liter, der Rudolfs-
brunnen am Boznerplatz 360.000 und der Vereinigungs-
brunnen vor dem Hauptbahnhof gar 820.000 Liter Wasser.
Die gewaltigen Wassermengen helfen, auf dem Umweg über
die Zierbrunnen, das Innsbrucker Kanalnetz zu säubern und aus-
zuschwemmen.“