Die getötete Hexe

Ein Knecht brachte in Erfahrung, daß seine Bäurin an jedem Pfinztag abends in die Küche gieng und sich unter das Kaminloch stellte. Doch schmierte sie sich mit einer Hexensalbe, murmelte allerlei und legte dann ihr Eingeweide heraus. Dann fuhr sie auf einem Besen durch den Kamin in’s Freie. Bei ihrer Zurückkunft legte sie sich das„Die getötete Hexe“ weiterlesen

Der Tuchpüngl

Die Hexen fahren am Donnerstag abends aus. Sie haben dann zerrissene Mäntel an und tragen ein Ampele auf der Brust. Eine Bäurin, die eine Hexe war, stahl sich auch an jenem Pfinztag aus dem Bette, ohne daß ihr Mann etwas gewahrte. Als sie einmal auf ihrem Ritte erschossen worden, fand der Bauer morgens einen Tuchpüngl„Der Tuchpüngl“ weiterlesen

Wie Hexen fremde Kühe melken

Die Hexen haben in ihren Schreinen hölzerne Euter. Wenn sie Milch wollen, gehen sie mit den Eutern in den Stall, melken diese und murmeln dabei den Namen desjenigen Bauers, dessen Kühen sie die Milch stehlen wollen. Aus den hölzernen Eutern fließt nun Milch, während sie den Kühen des genannten Bauers verfliegt. Eine Hexe teilt diese„Wie Hexen fremde Kühe melken“ weiterlesen

Die Buttersalbe

Vor nicht langer Zeit lebte eine Bäurin, die mehr als das Vaterunser kannte. Wenn sie Kübele schlagen wollte, gab sie anstatt des Rahmes nur Milch hinein, und nahm doch den größten Butterknollen heraus. Einem Knechte kam dies sonderbar vor, und er beobachtete genau das Thun und Treiben der Bäurin. Da sah er endlich, dass sie,„Die Buttersalbe“ weiterlesen

Im Eis begraben

Die Prettauer wollten einmal „mit’n Kreuze“ nach Prägraten gehen. So kamen sie denn prozessionsweise auf das Kees des hinteren „Umbaltörlan“ herübergestiegen. Das Kees abwärts schliffen die Leute auf dem Eis. Da geschah es aber, daß der erste, der das Kreuz trug, einbrach; die Nachfolgenden konnten sich auch nicht mehr halten, und so ging die ganze„Im Eis begraben“ weiterlesen

Der Gletscher wandert

Unweit der „Birlücke“ (Birnlücke) gegen Prettau hin stand in alter Zeit ein großer Birnwald. Als die Prettauer diesen Wald niederschlugen, prophezeite die Sennerin der „Kehrahütte“, daß es nun viel zu kalt werde, weil kein Wald mehr die frischen Tauernwinde aufhalte. So war es dann auch. Die Gletscher wuchsen so sehr an, daß jetzt die Sonne„Der Gletscher wandert“ weiterlesen

Die Schätze in Weißenbach

Weißenbach im Ahrntal ist voller Schätze; wenn man sie nur zu heben verstünde! Wenn die Weißenbacher Hütbuben den Kühen Steine nachwerfen, ist der Stein oft weit mehr wert als die Kuh. Nach einer alten Sage zieht sich eine Goldader von der Mitterbacher Alm bis zur Alm Trattenbach. Auf einer Wiese in der Weißenbacher Alm ist„Die Schätze in Weißenbach“ weiterlesen

Sage vom Ahrner Bergwerk

Die Ahrner erzählen von der Entstehung ihres Bergwerkes folgendes: Ein Bauer führte einen Stier von Krimmel herüber, den er dort auf dem Markt erhandelt hatte. Dieser Stier entdeckte das Ahrner Bergwerk. Der Bauer hatte nämlich seine liebe Not mit dem bösartigen Tier, und wenn er es hätte tun können, wäre er lieber stracks wieder über„Sage vom Ahrner Bergwerk“ weiterlesen

Das Kühtreiberle

In Pirstall, einer Alm in St. Peter in Ahrn, wurde manchmal die Rinderherde zu unrechter Zeit von der Almhütte fortgetrieben. „Das hat halt das Kühtreiberle getan“, sagten dann die Leute, denn man hörte weithin jenes eigentümliche „Läuten“ der Kuhschellen und Glocken, das den Eindruck machte, die Herde laufe und springe über Stock und Stein dahin„Das Kühtreiberle“ weiterlesen

Die Drachenrippe

In Mitterbach, einer Alm in Weißenbach im Ahrntal, war vor uralten Zeiten ein ungeheurer Drache. Wer ihn erlegt hat, das weiß das Volk nicht mehr zu erzählen, aber daran erinnern sich die Leute, daß vor Jahren noch eine Rippe dieses Drachen in Mitterbach gelegen ist. Dieselbe war so groß, daß hundert Schafe dahinter Schatten bekommen„Die Drachenrippe“ weiterlesen

Die Unze

Auf der Stallerlam hinter dem Antholzer See waren die Senner vorzeiten einmal überaus mutwillig und ausgelassen und erlaubten sich manchen bösen Streich. Da der Besitzer der Alm keine Sennerin mehr hinaufgab, weil er Schlimmes damit erlebt hatte, machten sich die Burschen selber eine Dirn, aber eine aus Holz, hängten ihr Lumpen herum und ergötzten sich„Die Unze“ weiterlesen

Der Wintersenner auf der Stalleralm

Vor alters bestand auf der Stalleralm am Weg vom Antholzer ins Defereggen-Tal eine merkwürdige Wirtschaft, die das ganze Jahr hindurch andauerte. Sobald nämlich der Sommersenner mit seinen Herden von der Alm abgezogen war, bezog der Wintersenner dieselbe mit seinem kohlschwarzen Hornvieh. Wenn dann der Mai seinen wärmeren Lufthauch auch da oben über die Alm ausgehen„Der Wintersenner auf der Stalleralm“ weiterlesen

Der Schuss auf das Kruzifix

In der Heiliggeistkirche zu Prettau im Ahrntal findet man ein durchschossenes Kruzifix. Von diesem wird folgendes erzählt: In der Krimml war einmal ein großes Schießen, und das Hauptbest bildete ein prächtiger Pfarrstier (d. i. Zuchtstier). Ein Prettauer Schütze ging hinüber und erblickte auf dem Weg hinter Prettau das Kruzifix. Daran probierte er sein Gewehr. Er„Der Schuss auf das Kruzifix“ weiterlesen

Das Gnadenbild in der Heiliggeistkirche in Prettau

In der Heiliggeistkirche in Prettau im Ahrntal ist auf dem Hochaltar ein uraltes geschnitztes Bild der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Es ist auf einmal dagewesen, niemand wußte, woher es gekommen war, und schon seit unvordenklicher Zeit wurde es vom Volke hoch verehrt. Die Leute wissen von vielerlei Wundern zu erzählen, die da geschehen sind: Kranke sind plötzlich„Das Gnadenbild in der Heiliggeistkirche in Prettau“ weiterlesen

Die Saligen Leute

Im Pustertal ist ein Nachhall der Saligensage, aber sie ist meist getrübt, hat nicht das Reine, Ätherische wie im Vintschgau und ändern Orten, und die daselbst sogenannten „saligen Leute“ fallen mehr mit den Moos- und Holzweibchen der Vogtlandsage zusammen. Sie waren hilfreich, schnitten über Nacht große Strecken Korns, mähten die Wiesen, und die Arbeit ging„Die Saligen Leute“ weiterlesen

Sage vom Olperl

Einst ging ein Sextner mit seiner Tochter vom Kreuzberg heimzu. Als sie halbwegs gegen Moos heruntergekommen waren, machte es links auf der Alm plötzlich „juh!“ Der Mann gab genauso Antwort: „Juh!“ „Laß es, Vater“, sagte das Mädchen, „das wird der Olperl sein!“ Der zweite Ruf kam nun schon ganz aus der Nähe. Der Mann aber„Sage vom Olperl“ weiterlesen

Hirtenkünste

Zuhinterst in Sexten liegt die Hochalm Innerfeld, welche jährlich mit Galtvieh befahren wird. Doch auf dieser schönen Alm treibt sich ein gespenstiges Wesen herum – das böswillige Innerfeldmanndl – ein von den neuen Hirten gefürchteter Gast. Doch die älteren Hirten sind ihn gewohnt und wissen, wie man ihn vertreiben kann – nämlich durch wildes Fluchen!„Hirtenkünste“ weiterlesen

Das Teufelsloch von Innichen

Im ehemaligen Gerichte Innichen lebte ein wohlhabender Bauer; derselbe hatte aber immer noch zuwenig für seinen Geiz. Als sein Nachbar starb und mehrere kleine Kinder hinterließ, wurde er als deren Vormund ernannt und blieb es, bis die zwei ältesten Söhne volljährig waren. Die Burschen bearbeiteten ihr Erbteil sehr fleißig, nur in einem schönen Waldteile arbeiteten„Das Teufelsloch von Innichen“ weiterlesen

Vom Thurntaler Urban

Ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Marktflecken Innichen und Sillian, drückt sich Winnebach an die nördliche Berglehne. War da ein gar böser Mensch, der seine Seele dem Teufel verschrieben hatte und dafür in die Geheimnisse der Zauberei eingeweiht wurde, die er denn auch mit teuflischer Schadenfreude sich zunutze machte. Er hauste an den felsigen„Vom Thurntaler Urban“ weiterlesen

Die Rippe des Riesen Haunold in Innichen

Als man in Innichen die Stiftskirche erbaute, wollte man darin acht riesige Pfeiler aufstellen, die das Gewölbe tragen sollten. Man ließ diese Pfeiler in Sexten drinnen meißeln – aber als man sie herausbringen wollte, wußte man nicht wie, so schwer waren sie. Da stellte sich der Riese Haunold zur Verfügung und trug den Innichnern die„Die Rippe des Riesen Haunold in Innichen“ weiterlesen

Heilige Bilder schwitzen Blut

Im Dom zu Innichen wird ein wundertätiges Kruzifix verehrt, welches Herzog Tassilo auf einer Jagd zu Pollingen gefunden haben soll. Dieses Gnadenbild hat in den Jahren 1200 und 1413 vor einer großen Menge Volkes frisches Blut geschwitzt. Dasselbe soll auch das alte Muttergottesbild getan haben. Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck„Heilige Bilder schwitzen Blut“ weiterlesen

Der Selige Bruder Ratho

Der selige Bruder Ratho war Benediktiner in Innichen. Damals war noch viel Heidentum unter den Winden im Pustertal und in Kärnten. Das erbarmte den frommen Bruder Ratho gar sehr, und er predigte wider die Heiden mit solchem Fleiß, daß er weder Tag noch Nacht von seiner Andacht ließ und viel Volks bekehrte. Eines Tages litten„Der Selige Bruder Ratho“ weiterlesen

Die Candidusglocke von Innichen

In der Nähe des Marktes Innichen wurde vor alters eine Glocke aus der Erde gegraben und zu Innichen in den Turm gehängt. Als der Mesner am nächsten Morgen die Glocke läuten wollte, war sie vom Turm verschwunden. Man fand sie wieder dort, wo sie ausgegraben worden war. Die Glocke wurde nun wieder nach dem Markt„Die Candidusglocke von Innichen“ weiterlesen

Das Hexenjörgele von Taufers

Das Hexenjörgele in Taufers ist, wie es schon älter war, zum Kreuz gekrochen. Drei Tage lang hat es zu beichten gehabt. Die Zettel, auf denen seine Zaubersprüche standen, mußte es in den Ofen werfen; aber sie wollten nicht recht brennen. Der Kapuziner, der hinter dem Hexenmeister stand, sah es und erkannte wohl, daß der alte„Das Hexenjörgele von Taufers“ weiterlesen

Die Schmerzhafte Muttergottes von Aufhofen

Zwischen Niederhof und Toblach im Pustertale auf der sonnenseitigen Höhe Aufkirchen steht seit 1340 eine Wallfahrtskirche, die vom Papst Paul II. mit vielen Ablässen begnadigt ist. Der Gegenstand frommer Verehrung ist ein uraltes, seltsames Bild der Schmerzhaften Jungfrau Maria mit 7 Köpfen, fast heidnisch aussehend. Rings um die Kirche hat sich die Gemeinde Aufkirchen (Aufkirchen„Die Schmerzhafte Muttergottes von Aufhofen“ weiterlesen

Der Ritter mit der Kette

Auf dem Friedhof zu Toblach steht ein Grabstein mit dem Bild eines Ritters, der eine Kette um den Hals trägt. Man erzählt, dieser Herr habe, ohne es zu wissen, einen Gefangenen im Schloßturm verhungern lassen. Als er dies erfahren habe, wollte er die Schuld büßen, legte die Kette, mit welcher der Verhungerte gefesselt war, um„Der Ritter mit der Kette“ weiterlesen

Die Totentruhe weicht aus

Ein Gsieser ging einmal spätabends von Toblach heimwärts und schlug den Weg über Aufkirchen ein. Kaum war er über dieses Dörflein hinaus, als er an einen Baumstamm stieß, der mitten auf dem Wege lag. Der Bauer fluchte über den verwünschten Stock und rief zornig: „Weich aus!“ Und richtig, wich ihm das Holz aus. Als er„Die Totentruhe weicht aus“ weiterlesen

Die Entdeckung der Heilquelle von Bad Prags

Die Heilkräfte dieses Bades wurden auf eine seltsame Weise entdeckt. In jener waldigen Gegend, wo die Quelle fließt, hatten die Jäger dreimal einen Hirsch angeschossen, ohne ihn jedoch erlegen zu können. Erst das vierte Mal wurde er erlegt, als man ihn bei eben jener Quelle überraschte, wo er gerade badete. An seinem Leibe gewahrte man„Die Entdeckung der Heilquelle von Bad Prags“ weiterlesen

Die Gsieser Hexe

Eine Bäurin ging spätabends von Pichl in Gsies nach St. Martin und hatte, da es schon ganz finster war, einen brennenden Kentel mit. Auf einmal kam ihr ein altes Weibele, die Gsieser Hexe, in den Weg und schlug ihr die Kienfackel aus der Hand. Die Bäurin sagte: „Du Teufelsweibele, was hast du mir mein Licht„Die Gsieser Hexe“ weiterlesen

Sage vom Beistandsmandl

Ganz hinten im Valser Tal liegt die Alm Labiseben. Dort müssen die Hirten gar wohl auf das Vieh achthaben, damit es ihnen nicht zu weit vorgehe und so in Gefahr komme, über die Beistandwand abzustürzen. Als nun einst bei schlechtem Wetter alles Vieh bei der Hütte blieb und nicht weggehen wollte, ärgerte das den Hirten„Sage vom Beistandsmandl“ weiterlesen

Die kohlschwarzen Kartenspieler

n Gsies gingen einmal zwei Bäuerlein, die allzulange im Wirtshaus gewesen waren, heimwärts. Es war schon tiefe Nacht, und der Weg führte sie mitten im Wald über den Talbach. An dieser Stelle war der bekannte Steg, allein sie fanden diesmal den Steg nicht und suchten hin und her. Da sahen sie unter den Bäumen einen„Die kohlschwarzen Kartenspieler“ weiterlesen

Die Pferde verschmähen das geraubte Futter

Die Ministerialen der Kirche Brixen waren zwieträchtig geworden untereinander, und der eine Teil ritt dem andern mit großem Zorn und vielem Gesinde nach und fand ihn in der Kapelle des hl. Georg in Taisten, wo er sich zur Wehr setzte. Also stritten sie und erschlugen einander viel Volkes. Da kam der selige Bischof Hartmann zu„Die Pferde verschmähen das geraubte Futter“ weiterlesen

Das Geisterlicht zu Taisten

In den Außerwiesen, drei Viertelstunden von Taisten entfernt, hat man noch vor ungefähr fünfzig Jahren bei Nacht ein Licht hin- und herschweben gesehen, und die Leute haben sich so gefürchtet, daß eines allein sich in der Nacht nie vorbeigetraute. Auf ja und nein war das Licht da, auch wenn es augenblicks vorher noch am andern„Das Geisterlicht zu Taisten“ weiterlesen

Der büßende Geist von Welsberg

Auf dem Weg, welcher bei Welsberg von der Straße nach Taisten abzweigt, sah man früher des Nachts ein Licht den Zäunen nach auf- und abhuschen. Die Leute fürchteten sich, und nur hie und da wagte es einer bei Nacht, „über die Zäune“ zu gehen; dann aber sah er bald kein Licht mehr, sondern statt desselben„Der büßende Geist von Welsberg“ weiterlesen

Sage vom Antholzer See

Wo jetzt der See bei Antholz im Pustertale seine grünblauen Wellen ausbreitet, standen einst in friedlicher Nachbarschaft drei prächtige Bauernhöfe, umgeben von gesegneten Gütern. Als einst der Kirchtag gefeiert wurde, an welchem jeder Mensch sich besonderer Labe erfreut, ging ein alter Bettler in diese drei Höfe und bat um Almosen, oder wenigstens um etwas Tischabfälle.„Sage vom Antholzer See“ weiterlesen

Der Hartmannsbrunnen in Antholz

Es waren einmal etliche Ritter, die nahmen viel gottloses Volk zu sich und ritten im Wald hin und her, und hätten sie den frommen Bischof Hartmann von Brixen gefunden, sie würden ihn ausgeraubt und erschlagen haben. Denn sie hatten wohl Kunde, daß er des Weges daher durch den Wald zöge. Sie konnten aber nicht an„Der Hartmannsbrunnen in Antholz“ weiterlesen

Die schatzhütende Schlange in Bergfall

Im Elzental, anderthalb Stunden hinter Olang, liegt am Weg, der über die Furkel nach Enneberg führt, das Bauernbad Bergfall. Vor vielen Jahren lebte hier schlecht und recht eine Bäurin, die einen kleinen Stall und darin eine einzige Kuh besaß. Als sie eines Tages in den Stall ging, ihre Kuh zu melken, ringelte sich eine Schlange„Die schatzhütende Schlange in Bergfall“ weiterlesen

Die Saligen Leute in Geiselsberg

Die Saligen Leute wohnen auch in den vielfach verwitterten, spaltenreichen Felsen hinter dem Dorf Geiselsberg bei Olang. Von da kommen sie manchmal hervor und wagen sich bis zu den ersten Bauernhöfen heran. Mehr als eine Salige hat schon bei Bauersleuten in Geiselsberg Dienst genommen. Sie sind im allgemeinen dem Menschen freundlich gesinnt, nur die Kinder„Die Saligen Leute in Geiselsberg“ weiterlesen

Der Bärenjäger von Rein in Taufers

Im Seberstöckl zu Rein in Taufers ist ein Gemälde, welches eine Szene im wildromantischen Putzach darstellt. Auf einer Felskante steht ein Jäger einem aufgerichteten Bären gegenüber, und rechts klettert ein Bursche mit Gewehr herzu und will schon zum Schuß ansetzen. Darüber ist ein Muttergottesbild. Unten steht: Jakob Plankensteiner, Jager und Unterseber in Rain 1699. Hierüber„Der Bärenjäger von Rein in Taufers“ weiterlesen

Das fromme Reiner Weibele

Vor 1693 hatten die Reiner keinen Seelsorger und mußten nach Taufers heraus in die Kirche gehen, gewiß kein kleiner Weg. Da lebte in Rein auch ein steinaltes Weiblein, das die Füße nimmer recht tragen wollten. Weil aber das Weiblein überaus fromm war, wollte es vom Gottesdienst nicht zurückbleiben und humpelte halt auch sonn- und festtags„Das fromme Reiner Weibele“ weiterlesen

Der Heilige Wolfgang im Reintal

Einmal begab sich der hl. Bischof Wolfgang auf die Reise ins Gebirge und wollte ins Reintal. Der Weg hinein war aber hart und grob, also daß der Heilige nicht wußte, ob er weitergehen oder umkehren solle, denn er war von der langen Reise müde geworden. In dem kam der Satan und sprach: „Willst du einen„Der Heilige Wolfgang im Reintal“ weiterlesen

Eine Kuh rettet Schloss Taufers

Als einst ein fremder Ritter das Schloß Taufers belagerte und nicht erobern konnte, so schwor er, die Besatzung der Burg durch Hunger zur Übergabe zu zwingen. Die Mannschaft zu Taufers hatte wirklich am Ende nichts mehr als eine einzige Kuh, die als letzter Vorrat nun aufgezehrt werden sollte und mußte. Nun war guter Rat teuer.„Eine Kuh rettet Schloss Taufers“ weiterlesen

Die Pest in Taufers

Vor alten Zeiten hauste in Taufers die Pest so fürchterlich, daß fast alle Bewohner des Tales starben. Selbst die Geistlichen fielen sämtlich der Seuche zum Opfer. Man wollte daher die Kapuziner von Bruneck hereinholen, allein auch das dortige Kloster war ausgestorben, und die Tauferer würden alle ohne Sakramente gestorben sein, wären nicht zuletzt die Franziskaner„Die Pest in Taufers“ weiterlesen

Der Untergang des Schlosses bei St. Walburg

Ein gutes Stück talauswärts von Taufers steht das St.-Walburgs-Kirchlein. Einst thronte an dieser Stelle ein Schloß, das aber zerstört worden ist. Auf diesem Schlosse St. Walburg lebte ein reicher und mächtiger Graf. Auf seine Macht aber war ein ebenso reicher Graf eifersüchtig, und als endlich alle Versuche des letzteren, den Walburger zu demütigen, fehlschlugen, kündigte„Der Untergang des Schlosses bei St. Walburg“ weiterlesen

Die weinenden Schatzhüter

Einmal gehen drei in aller Früh von Rein heraus auf den „Stöga Marscht“ (Stegener Markt). Zwei sind beieinander, der dritte ist ein Stück dahinter. Am Burgweg heraußen, in der Nähe der Ruine auf dem Tobel, sehen si einen Kessel voll Geld, und rings um den Kessel sitzen Menschen, die alle ihre Schneuztüchlein in Händen haben„Die weinenden Schatzhüter“ weiterlesen

Der Wurm beim Schatze

Vor vielen Jahren kam ein Tauferer von Lanebach (einer Bergweide gegen Rein) zwischen zehn und elf in der Nacht heraus auf den Tobel. Er kannte ganz genau die große Steinplatte, unter welcher der Tobelschatz vergraben sein soll, und jene ringförmige Vertiefung in der Platte, die man den Kesselreif nennt. Wie er nun zur Platte kommt,„Der Wurm beim Schatze“ weiterlesen

Wie der Schatz in der Burgruine Tobl blüht

Am Eingang ins Reintal, eine Stunde von Taufers entfernt, steht die Schloßruine auf dem Tobel, in welcher ein großer Schatz verborgen ist. Die Leute beim Mair in der Aue, welcher der Burgruine gegenübersteht, wissen viel von dem Schloß und dem Schatz darin zu erzählen; ja, der Glaube an den Schatz war bei ihnen so stark,„Wie der Schatz in der Burgruine Tobl blüht“ weiterlesen

Die Antrischen Leute

Durch das ganze Tauferer und Ahrntal geht die Sage von den antrischen Leuten und antrischen Löchern. Fast an jedem Bergabhang findet sich nämlich ein Loch in den Fels gehauen, ein sogenannter Schurf nach etwa vorhandenen Metallen. Diese Schurflöcher sind von sehr verschiedener Länge; manchenorts hat man das Schürfen schon nach erreichter Metertiefe wieder aufgegeben, andere„Die Antrischen Leute“ weiterlesen

Das Wilde Weiblein in Oberpurstein

Oberpurstein liegt zwei Stunden ober der Tauferer Pfarrkirche auf steilem Bergabhang mit wunderbarer Ausschau über den ganzen Tauferer Boden und die Gegend von Bruneck. Da hinauf kam vorzeiten ein steinaltes Mütterlein, das kein Wort redete, sondern nur „ja“ schüttelte, wenn man ihm etwas gab. Es blieb lange Zeit in Oberpurstein, lebte vom Almosen der Leute„Das Wilde Weiblein in Oberpurstein“ weiterlesen

Abwärts statt aufwärts

Beim Pairkreuzl in der Nähe von Sand, Richtung gegen das Reintal, kommen die Leute des Nachts gerne vom Weg ab und müssen statt aufwärts abwärts in die Winkler Felder, obgleich sie sonst den Weg genau kennen. Der Herr Kaplan von Ahornach, nachmals Benefiziat in Mühlen, ging einmal im Herbst bei finsterer Nacht von Sand fort„Abwärts statt aufwärts“ weiterlesen

Das Hexenjörgele

Das Hexenjörgele in Taufers ist, wie es schon älter war, zum Kreuz gekrochen. Drei Tage lang hat es zu beichten gehabt. Die Zettel, auf denen seine Zaubersprüche standen, mußte es in den Ofen werfen; aber sie wollten nicht recht brennen. Der Kapuziner, der hinter dem Hexenmeister stand, sah es und erkannte wohl, daß der alte„Das Hexenjörgele“ weiterlesen

Sage vom Pairkreuzl

Auf dem Weg von Sand in Taufers nach Rein, eine Viertelstunde von Sand entfernt, ist ein freundliches Fichtenwäldchen mit etlichen recht alten Stämmen. Gegen Ausgang dieses Wäldchens, in der Nähe des Bauernhofes Unterhaslach, steht unterhalb eines großmächtigen Steines ein schlichtes, halbverwittertes Holzkreuzlein, bei dem es geistert. Ein alter Mair in der Aue ging einmal spätabends„Sage vom Pairkreuzl“ weiterlesen

Das Totengeschrei bei der Burg Tobl

Ein Tauferer ging einmal in der Nacht zur Spielhahnjagd durch das Reintal auf den Berg. Beiläufig zehn Minuten, bevor er zur Burg auf dem Tobel kam, hörte er schreien, und zwar immer in gleichem Tone. Zuerst dachte er sich: „Jetzt muß ich mich vorwärts machen, da vorn gehen gewiß auch etliche auf die Spielhähne.“ Aber„Das Totengeschrei bei der Burg Tobl“ weiterlesen

Der Wald bewegt sich

Von Rein heraus ins Tauferer Tal führt der Weg zwei Stunden lang durch einen überaus wildromantischen Wald. überall liegen Steine und Felsblöcke umher, links und rechts steigen die Berghänge fast senkrecht empor, hart neben dem Weg tost der wütige Reiner Bach mit seinen schrecklichen „Tobeln“. Im Winter ist man da den Lawinen, im Sommer dem„Der Wald bewegt sich“ weiterlesen

Das wachsende Gespenst

Zwei Tauferer begaben sich eines Abends um Sonnewend mit Kälbern vom Haus fort und auf den Weg durchs Reintal. Sie wollten mit dem Vieh da auf die Alm fahren, und bei Tag war’s ihnen zu warm. Wie sie zu der „Wüste“ (Steingeröll und Schutt) kommen, die bei der Burg auf dem Tobel anhebt, da steht„Das wachsende Gespenst“ weiterlesen

Die drei Frauen am Brünnlein

Auf der Nordseite der Burgruine auf dem Tobel in Taufers ist auf Ahornacher Boden ein uralter Teich, jetzt zu einem moosigen Wiesenfleck eingeschrumpft. In seiner Mitte entspringt dem Boden ein gutes, kaltes Brünnlein. Da ging einmal ein Tauferer vorbei und wollte Wasser trinken. Doch siehe, am Brünnlein saßen drei ganz altfränkische, seltsame Frauen, wie er„Die drei Frauen am Brünnlein“ weiterlesen

Sage von den Wieselen

Bekanntlich wird nach dem Volksglauben auf den Alpen nicht selten das Vieh von Schlangen gebissen. So geschah es auch auf der Alpe Jagdhaus im Tauferer Tale. Es kam nun auch auf diese Alpe ein fahlender Schüler, mit dem sich alles so zutrug, wie die häufig sich wiederholende Sage insgemein berichtet. Er fragte die Älpler, ob„Sage von den Wieselen“ weiterlesen

Sage vom Ursprung der Schwefelquelle in Bad Ramwald

Im Bad Ramwald ober Montal bei Bruneck lebte vorzeiten ein Badwirt, der niemandem gut war als nur seinen Gästen. Er wußte sonst von jedermann etwas Böses zu erzählen und lebte auch mit seinen Nachbarn in beständigem Unfrieden. Er hatte seine Freude daran, seinen Gästen des Abends in der Gaststube recht viel Erlogenes aufzutischen, und es„Sage vom Ursprung der Schwefelquelle in Bad Ramwald“ weiterlesen

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