Der beinerne Tisch

In Völs lebte eine übermütige Bauerndirn, die Tochter eines reichen Völsers. Dieselbe wußte nicht, was sie um ihres Vaters Goldvögel alles begehren wollte, und der Vater, der auf seine schöne und reiche Tochter nicht wenig stolz war, tat ihr alles, was sie verlangte. Die reichsten und angesehensten Freier stellten sich ein, und ein Gastgelage drängte„Der beinerne Tisch“ weiterlesen

Die verschneite Heuschupfe

Am Feste Mariä Himmelfahrt arbeitete ein Bauer auf der Seiser Alm das Heu ein. Die Leute, die dies sahen, machten ihm Vorwürfe und rieten ihm sein Tun ab. Er aber entgegnete: „Unserfrauentag hin, Unserfrauentag her, das Heu ist in der Dille“ (Stadel). Sieh aber, da hob es an zu schneien und verschneite die Hütte, von„Die verschneite Heuschupfe“ weiterlesen

Versteinerte Heuschober

Einmal machte ein Bauer an einem gebotenen Feiertage auf der Seiser Alm Heuschober auf. Die Leute warnten ihn vor seinem frevelhaften Treiben. Er aber erwiderte, er sehe nicht, daß es heute schlechter gehe als an Werktagen. Als er seine Arbeit vollendet hatte, freute er sich ob der getanen Arbeit. Des andern Tages fand er aber„Versteinerte Heuschober“ weiterlesen

Der Schimmelreiter

Etwa eine halbe Stunde unter Völs und 3 Stunden von Kastelruth entfernt liegt am Schlernbach unter dem Tschafanberg das Dorf Ums. Von diesem westwärts liegen die Ruinen von dem einst majestätischen Schlosse Schenkenberg, worauf edle Deutschritter gleichen Namens hausten. Bis auf die neueste Zeit waren Schloß, Gericht und Güter Eigentum der Colonna, Freiherrn von Völs,„Der Schimmelreiter“ weiterlesen

Die Edelfrau von Hauenstein

Auf Hauenstein, der berühmten Burg, auf welcher der Minnesänger Oswald von Wolkenstein seine Lieder dichtete, wohnte ein Ritter, der in das Heilige Land ziehen mußte. Er versah das Schloß auf ein volles Jahr mit Lebensmitteln und verschloß eifersüchtig eine junge Frau in demselben, bis zur Zurückkunft, die innerhalb desselben Jahres erfolgen sollte. An ein Eindringen„Die Edelfrau von Hauenstein“ weiterlesen

Von der Stadt Kastelruth

Der ansehnliche Pfarrort Kastelruth, in romanischer Sprache Castelrotto, uralt und römischen Ursprungs, war einst mehr als ein Dorf, es war eine herrliche, große, stattliche Stadt, voll reicher Bewohner, voll Wohlleben und Üppigkeit. In diese Stadt kam einst ein alter, armer Bettler und bat um gastliche Aufnahme, ohne Lohn, um Gottes willen, nur für die nächste„Von der Stadt Kastelruth“ weiterlesen

Die Lacke auf der Seiser Alm

Auch auf der Seiser Alm soll eine „Lacke“ unterirdisch mit anderen Gewässern in Verbindung stehen. Zwei Ochsen stießen einander so heftig, daß der eine in die Lacke stürzte. Die Hirten waren gleich zur Stelle und wollten ihn herausziehen, aber sie fanden geschwind keine Spur mehr von dem Tier. Nach einigen Tagen wurde derselbe Ochse bei„Die Lacke auf der Seiser Alm“ weiterlesen

Der Ritter von Schloss Hauenstein

Auf Hauenstein wohnte zur Zeit der Kreuzzüge ein reicher Ritter. Begeistert für die heiligen Stätten in Palästina, zog er auch dorthin. Vor seiner Abreise versah er die Burg mit Lebensmitteln und verrammelte und verriegelte dann das Schloß, in welchem sich nur seine schöne junge Frau mit einer einzigen Dienerin befand. Eifersüchtig, wie er war, wollte„Der Ritter von Schloss Hauenstein“ weiterlesen

Die Pest in Tagusens

In Tagusens, auf der Anhöhe gegenüber Lajen, da hat die Pest gar sauber aufgeräumt. Ein Weiblein übte das siebte Werk der Barmherzigkeit und erlebte es, wie Haus um Haus leer wurde. Von allen Seiten wurde das Dorf gemieden, nur dann und wann rief man vom gegenüberliegenden Lajener Ried her, wie es im Dorf gehe. Und„Die Pest in Tagusens“ weiterlesen

Die alte Stadt Droz bei Seis

In alter Zeit stand an der Stelle des Dorfes Seis und bis oberhalb St. Valentin eine große Stadt. Einmal kam ein alter, armer Mann und suchte eine Herberge, aber kein mitleidiges Herz öffnete ihm eine Türe. Da zog er weiter und kehrte oberhalb St. Valentin in einem Bauernhause zu und ließ sich eine Kelle voll„Die alte Stadt Droz bei Seis“ weiterlesen

Die Stadt Seis

In alter Zeit stund an der Stelle des Dorfes Seis und bis oberhalb St. Valentin eine große Stadt. Einmal kam ein alter, armer Mann und suchte eine Herberge, aber kein mitleidig Herz öffnete ihm eine Türe. Da zog er weiter und sprach oberhalb St. Valentin in einem Bauernhause zu und ließ sich eine „Kelle“ mit„Die Stadt Seis“ weiterlesen

Der Schatz auf Prösels

Es ist schon lange her, als einmal ein ehrwürdiger Pater zum Schloß Prösels hinaufstieg, um allda Gaben für sein Kloster einzusammeln, Butter, Eier und Schmalz, oder was sonst gute Leute ihm schenkten. Der Sammelpater trat in die Schloßraume und sah eine Thüre [Türe] offenstehen, durch die er sich hineinduckte. Es war ein schönes Gemach voll„Der Schatz auf Prösels“ weiterlesen

Schätze auf Hauenstein

Oswald von Wolkenstein verlies aus Eifersucht seine Frau und Kinder auf Hauenstein, das so schlecht mit Lebensmitteln versehen war, daß seine Frau vor Hunger starb, er bei seiner Rückkehr auch nur mehr ein Kind am Leben fand. Später sah man oft vor dem Burgtor eine Frau sitzen, die ihr Haar kämmte. Öfters soll sie braven„Schätze auf Hauenstein“ weiterlesen

Goldene Kegel

Am Schloßberg oder Kalvarienberg in Kastelruth, dem sogenannten Kofel, befindet sich unter dem Einfang ein ebener, schattiger Platz, den man den „Kegelplatz“ nennt. Auf diesem liegen neun goldene Kegel und zwei silberne Kugeln vergraben. Wenn man um Mitternacht hinauf zum Kofel geht, so kann man oft die alten Rittersleute auf dem Kegelplatz kegeln sehen. (Kastelruth.)„Goldene Kegel“ weiterlesen

Der Schatz beim Michaeler-Hof

Der Michaelerbauer in Aicha pflügte eines Tages seinen Acker. Auf einmal wollte es mit dem Pflug nicht mehr vorwärtsgehen, die Ochsen zogen nicht mehr an. Der Bauer rief dem Knecht zu, die Ochsen vorwärts zu treiben, und der Knecht hieb unbarmherzig auf die armen Tiere ein. „Teufel, hü!“ schrie der Knecht, und „hü, Tschugg, saggra,„Der Schatz beim Michaeler-Hof“ weiterlesen

Sage vom Schloss Schenkenberg

In dieser Ruine ging es oft gar unruhig her. Um Mitternacht war sie manchmal hell beleuchtet, und man hörte ganz deutlich dort Kegel schieben. Die Kegler sollen geisternde Ritter und die Kegel golden gewesen sein. Wenn es aber dann morgens zum Ave Maria läutete, sprangen die Geister mit lautem Pfeifen in den Schlernbach hinunter. In„Sage vom Schloss Schenkenberg“ weiterlesen

Die Geister von Hauenstein

Ein armes Bauernweib klaubte beim Schloß Hauenstein oben Holz für ihre magere Küche. Da kam sie von ungefähr zum verlassenen Schloßtor und sah zu ihrer größten Verwunderung im Hof eine ansehnliche Gesellschaft beisammensitzen und an großen Tafeln essen und trinken. Wie sie so schaute, kam ein Bedienter und lud das Weib ein, in den Hof„Die Geister von Hauenstein“ weiterlesen

Das Totengerippe von Hauenstein

Eine Stunde von Seis entfernt, steht auf einem riesigen, an den Bergabhang hingelehnten Felsblock die Ruine Hauenstein, einst der Sitz des Dichters und Sängers Oswald von Wolkenstein. Dann und wann hört man um Mitternacht aus dem Schloß Saitenspiel und Trauergesang von einer Jungfrau, die da oben verzaubert sein soll. Eines Abends hüteten die Hirten noch„Das Totengerippe von Hauenstein“ weiterlesen

Die Geister in der Kirche von Völs

Bei einem Bauern in Untervöls diente eine überaus brave und fromme Dirn, welche gewohnt war, täglich in die Dorfkirche zur Messe zu gehen. Sie mußte, weil der Bauernhof weiter von der Kirche entfernt war, immer sehr früh aufstehen. Da war es ihr einmal in der Nacht, als hörte sie zur Frühmesse läuten, und sie sprang„Die Geister in der Kirche von Völs“ weiterlesen

Die erlöste Sennerin

Einst fuhren wieder einmal drei Burschen von Kastelruth im Winter auf die Alm, um Heu zu holen. Als sie bei einer Schwaige vorbeikamen, hörten sie darin „Kübele schlagen“, obwohl schon längst niemand mehr auf der Alm war. Einer von den Burschen rief im übermut, man solle ihm eine Milch herausbringen. Auf der Heimfahrt kamen sie„Die erlöste Sennerin“ weiterlesen

Der Malider Goggl-Geist

Einst fuhren drei Burschen im Winter auf die Seiser Alm, um Heu zu holen, und als sie bei der Malider-Schwaige vorbeikamen, sagten sie: „Es wäre gut. wenn jetzt der Malider-Goggl käme, damit wir uns wärmen könnten.“ Als sie heimfuhren, kam auf einmal ein glühender Haufen über den Berg herab und auf sie zu. Es schlugen„Der Malider Goggl-Geist“ weiterlesen

Der spukende Senner

In der Filler Schwaige auf der Seiser Alm war ein Senner, der den Hüterbuben sehr schlecht behandelte. Wie dann der Senner gestorben war, ist er oft wieder erschienen und hat gearbeitet, wie bei Lebzeiten. Wenn der lebende Schwaiger in der Stube hantierte, hat der Geist unterdessen in der Küche Mus gekocht. Oft hat er auch,„Der spukende Senner“ weiterlesen

Die Kellnerin begegnet dem Almgeist

In einem Wirtshaus zu Klausen erzählten die Gäste allerlei Geschichten von dem Seiser-Alm-Geist. Es kam aber die „Kellerin“ herzu und behauptete, man brauche das Zeug nicht zu glauben. Da begann ein Streithandel, der zum Schluß in eine Wette verlief. Die Kellerin machte sich anheischig, in der Nacht die unheimliche Schwaige aufzusuchen und zum Zeugnis der„Die Kellnerin begegnet dem Almgeist“ weiterlesen

Der Neckgeist auf der Seiser Alm

Auf der Seiser Alm trieb vor vielen Jahren ein Neckgeist sein Unwesen. Er foppte und plagte die Hirten und Mäher auf allerlei Weise. Ein Hauptvergnügen aber machte ihm das Umwerfen der Heuschober. Wenn die Leute am Aufstellen dieser Heuschober sich müde gearbeitet hatten und schliefen, kam gewiß der boshafte Neckgeist daher und warf die Schober„Der Neckgeist auf der Seiser Alm“ weiterlesen

Der Dengelgeist

Auf der Alm in der Nähe des Tschansteins hörte man eines Sonntags bei hellichtem Tage dengeln. Man sah nach und fand niemanden, obwohl man den Ton ganz deutlich hörte. Seitdem hörte man den Dengelgeist noch oft. Er muß dafür umgehen und büßen, weil er an Sonntagen gemäht und gefrevelt hatte. (Kastelruth.) Quelle: Sagen aus Tirol,„Der Dengelgeist“ weiterlesen

Der unheimliche Reiter auf dem Schlern

Die Kastelruther und die Völser hatten einst einen Prozeß wegen des Schlerns, dessen eine Hälfte den Völsern, dessen andere Hälfte aber den Kastelruthern gehörte. Doch die Kastelruther verloren diesen Streit, und seitdem sah man oft und oft auf der Hochfläche des Schlerns einen gespenstigen Reiter auf einem Schimmel hin- und hersprengen. Man sagt, dies ist„Der unheimliche Reiter auf dem Schlern“ weiterlesen

Schlangenbann auf der Seiser Alm

Über Kastelruth liegt die Seiseralpe, die eine Hochebene bildet, deren Umkreis 12 Stunden beträgt. Ihre Wiesen sind weit und breit die besten. Sie trägt 300 Sennhütten und 400 Stadel. Auch auf ihr gab es vor vielen Jahren zahlreiche giftige Schlangen, welche durch ihre verderblichen Bisse den Bauern an ihrem Vieh empfindlichen Schaden anrichteten. Eines Tages,„Schlangenbann auf der Seiser Alm“ weiterlesen

Teufelsblendwerk

Ein Bauer, der auf dem Schlerngebirge Wiesen hatte, fuhr vom Dorfe Völs unterm Schiern, wo er wohnte, nach diesen seinen Bergwiesen. Etwa nach zwei Stunden langte er bei „Peterfrag“ an, wo ein Christuskreuz mit Muttergottes und St. Johannes aufgerichtet ist, und betete, wie es Brauch ist. Kaum graute erst der Morgen, doch war es licht„Teufelsblendwerk“ weiterlesen

Der Teufel von Loos

Auf dem Sessel, einer Heuhütte am Schiern, etwa eine Stunde unter dem Schlerner Kirchlein, waren vor etwa 50 Jahren mehrere Leute über Nacht geblieben, junge und alte. Die Buben hatten ziemlich viel Branntwein getrunken und klafften*, daß es eine Schande war. Da schrien die Alten: „Seid’s still mit eurer Sauglocke!“ Jene folgten aber nicht. Endlich„Der Teufel von Loos“ weiterlesen

Der Schlernteufel

Der Schlern, einst hochgehalten als Laurins Königssitz, Burg und Garten, verlor einen Teil seiner alten romantischen Poesie und gab ihn später ab an die unheimlichen Teufels- und Hexensagen. Er ist zum Blocksberg seiner Umgegend geworden. Früher, ehe noch das Kirchlein mit einer geweihten Wetterglocke auf dem Schiern stand, ritten die Hexen zahlreich auf Rossen oder„Der Schlernteufel“ weiterlesen

Hans Kachler

So hieß ein Knecht, der bei einem Hof in St. Valentin bei Seis diente und überdies Meister der Hexenzunft war, die auf dem Schlern ihre Zusammenkünfte hatte. Oft geschah es, daß er, als man ihn zum Essen rief, gerade bei seiner Hexengenossenschaft auf dem Schlern war. Da fuhr er in einem einzigen Riesensatz vom Schlern„Hans Kachler“ weiterlesen

Das Hexenloch

Außerhalb von Tisens, oberhalb des Weges nach Waidbruck, liegt im Wald das Hexenloch. Dort fand man öfters, besonders nach wilden Wettern, abgestutzte Besen, die von den Hexen dorthin gebracht worden waren. Diese Gegend ist deshalb verrufen, und nach dem Ave-Maria-Läuten meidet man sie. (Kastelruth.) Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891,„Das Hexenloch“ weiterlesen

Hexenrache

Beim Wetterläuten werden sogenannte „Recken“ (Absätze) gemacht. Solange eine Recke dauert, so lange bekommt die Wetterhexe keinen Atem. Daher soll man diese Absätze möglichst lang machen. Dies befolgte auch der Mesner in St. Valentin, und deshalb wurde er von den Hexen aufs ärgste verfolgt. Endlich gelang es ihren Künsten, ihm eine schreckliche Krankheit anzutun, an„Hexenrache“ weiterlesen

Die Rache der Schlernhexen

Nicht weit von Völs ist mitten im Wald ein schöner Platz, den sich aber die Hexen zu eigen gemacht hatten. In diesem Wald spazierte eines Abends im heißen Sommer der Pfarrer von Völs, um Kühlung zu suchen, legte sich auch dort ins weiche Moos und nickte ein. Als er aufwachte, war es schon stockfinstere Nacht,„Die Rache der Schlernhexen“ weiterlesen

Die Haselhexe

Ein Bauersknecht in Seis beobachtete heimlich die Stalldirn, welche im Rufe der Hexerei stand, als sie gerade in der Küche die Ofengabel mit einer Salbe einrieb und auf derselben mit dem bekannten Spruche: „Überall aufUnd nirgends an!“ durch den „Kemat“ (Kamin) hinaufritt. Da sie den Salbentiegel stehen gelassen hatte, benützte der Knecht die gute Gelegenheit,„Die Haselhexe“ weiterlesen

Des Satans Waffensammlung im Schlern

Zwischen der Santnerspitze und dem Schlern soll vorzeiten der Teufel seinen Wohnsitz gehabt haben, als der Schlern noch ein beliebter Hexenplatz war. Wenn dann die Hexen auf dem Schlern sich versammelten und Gelage und Tanz anhoben, hatte der Teufel keinen weiten Weg zu machen, um auch dabei zu erscheinen. Denn der Schlern war vordem eine„Des Satans Waffensammlung im Schlern“ weiterlesen

Der Teufel auf dem Schlern

„Nach Michaeli (29. September) gehört die Alm dem Teufel, und er leidet keinen Menschen oben“, so sagte man früher in Völs, und sogar im Dorf herunten hefteten die Leute seit alter Zeit um Michaeli Strohkreuze an die Stalltüren, damit Mensch und Vieh keinen Schaden leiden sollten. Aber der Violerbauer aus Ums, der oben auf dem„Der Teufel auf dem Schlern“ weiterlesen

Der weiße Wurm auf der Seiser Alm

Nicht so übel, wie sonst gewöhnlich den Schlangenbannern, erging es dem Mannl, das die Seiser Alm einmal vom bösen Gewürm befreite. Dieses Mannl war vorsichtiger und formte zuvor um den Holzstoß herum mit geweihten Gegenständen einen großen Kreis. Jede Schlange, die herangeschossen kam, ringelte sich unter schreckbarem Zischen um den Kreis herum und sprang dann„Der weiße Wurm auf der Seiser Alm“ weiterlesen

Von den Truden

Die Truden sind unfruchtbare Weiber, die vom Schicksal bestimmt sind, die Menschen im Schlaf zu drücken und zu ängstigen, sind aber von den Hexen ganz verschieden, denn sie können in den Himmel kommen. Den Truden ist die Birke verhaßt und deshalb lassen sie an diesen Bäumen ihren Zorn aus. Könnten sie nicht, so müßten sie„Von den Truden“ weiterlesen

Der Hexenschütze

In der Nähe der berühmten Klamm von Schlern stand einst an einem dunstigen und schwülen Gewittertag eine Bäuerin und gewahrte, daß die unheilschwangeren Wolken sich hinter Schwarzegg ballten und zusammenzogen. Es dauerte gar nicht lange, so fing es an zu donnern und zu blitzen. Bald fielen auch große Regentropfen auf die Bäuerin nieder, die ins„Der Hexenschütze“ weiterlesen

Der Wilde zu Pfrain

In der hohen Gebirgsregion des Schlern, auch in der Alpengegend, welche 5000 Fuß über dem Meere Pfrain genannt wird, und auf den das Blanke Hörn genannten 8000 Fuß hohen Bergesspitzen hauste einst ein Wilder oder „Wilder Mann“. Er besaß Riesengröße und Riesenstärke und erschreckte gar oft die Älpler in oder bei ihren Sennhütten, war aber„Der Wilde zu Pfrain“ weiterlesen

Die Nörggelen von Kastelruth

Vom Burgberg in Kastelruth führt ein unterirdischer Gang nach Fleims, den die Nörggelen gegraben haben. Noch jetzt soll das Eingangsloch in Kastelruth sichtbar sein. öfters sahen die Leute die Nörggelen durch dieses Loch aus- und einschlüpfen. Quelle: Heyl, Johann Adolf, Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Brixen 1897, S. 380

Der Wilde Mann auf dem Schlern

Auf dem Schlern war es einmal wieder aper geworden, und ein neuer Schwaiger kam hinauf und richtete sich in der Sennhütte ein. Wie die Nacht hereinbrach, kroch er auf den Heustock und machte sich in dem spärlichen Heu, das noch vom vorigen Jahr da verblieben war, sein gemütliches Nest. Er war kaum eingetost, da ging„Der Wilde Mann auf dem Schlern“ weiterlesen

Wilde Leute

Als einmal die Wilden Leute mit ungeheurem Lärm daherkamen, rief ein Knecht ihnen zu: „Trag für mich auch!“ Denn diese Worte hatte er oft von ihnen gehört. Am andern Morgen hing an der Haustür eine Leiche. Voll Schrecken gingen nun die Hausleute zum Geistlichen. Dieser sagte, sie sollen die Leiche nicht berühren und dann, wenn„Wilde Leute“ weiterlesen

Das Pfilgerer Katzl

Die kleine Glocke in St. Viigil unterhalb Seis wurde von einer Katze aufgespürt. Sie scharrte am Boden so lange, bis man nachgrub und das Glöcklein fand, das noch heutzutage im Turm der genannten Kirche hängt und besondere Kraft gegen die wilden Wetter besitzt. (Kastelruth.) Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891,„Das Pfilgerer Katzl“ weiterlesen

Die große Glocke von Kastelruth

Die Kastelruther haben nicht nur den höchsten Kirchturm weitum – er ist 82 Meter hoch -, sondern auch, wie sie glauben, das schönste Geläute. Ihr besonderer Stolz aber war seit jeher ihre große Glocke im Turm. Diese „Große“ lobten sie darum bei jeder passenden und auch weniger passenden Gelegenheit, und dies wiederum ärgerte die Nachbarn„Die große Glocke von Kastelruth“ weiterlesen

Der Pfalterer Stier

Die große Glocke in St. Valentin bei Seis wurde auf Veranlassung eines Stiers ausgegraben. Der Stier wollte nicht von der Stelle, brüllte und versuchte mit den Hörnern den Boden aufzuwühlen, so daß die Leute dachten: was muß hier verschüttet sein? Man grub nach und fand die Glocke, die von der versunkenen Stadt herrührte. Im Jahre„Der Pfalterer Stier“ weiterlesen

Der Stier von St. Valentin

Auf der Stelle des durch ein Gottesgericht zerstörten Kastelruth hatten sich längst hohe Schutthügel gebildet. Auf einem dieser Hügel begann einst ein Stier zu wühlen und wühlte unaufhörlich einen ganzen Tag lang. Als man in der Vertiefung, die durch das Wühlen des Stiers entstanden war, näher nachsah, ward das Öhr einer großen Glocke entdeckt. Man„Der Stier von St. Valentin“ weiterlesen

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