Bildnachweis: ANNO/Österreichische Nationalbibliothek, Illustrierter Wegweiser durch die österreichischen Kurorte, Sommerfrischen und Winterstationen.
Jahrgang 1913, Heft: Tirol und Vorarlberg.
Digitalisierter Volltext:
125 Tirol. Sankt Ulrich am Pillersee. statione " ^och- filzen und Fieber Fieberbrunn brunn Fieberbrunn der Staatsbahnstrecke Zell am See—Innsbruck — 835 m — Subalpines Klima — Dorf mit 420 E. — Post Fieberbrunn — Telephon — Bäcker — Kaufleute — Schwimm-, Warm- und Seebad — Rudersport — Fischerei — Bergsport — Bergführer — Gasthöfe: Pichler (3), Seewirt (26), Strasser- wirt (5); Adolariwirt (8), % Stunden außerhalb. Inmitten einer prächtigen Waldgegend, zwischen dem Weißenbach Weißenbachwalde walde Weißenbachwalde mit dem Kirchberge (1676 Meter) im Westen und den gewaltigen Felswänden und Spitzen der Loferer Steinberge im Osten, liegt an der Straße von Fieberbrunn nach Waidring im Strubtale der liebliche Pillersee und an dessen Südende das Dorf St. Ulrich. Schöne Ausflugsziele sind das Wirtshaus Straß, Steinberg, St. Adolari (mit sehenswerter Kapelle, 3 / 4 Stunden von St. Ulrich entfernt, Gasthof) Rechensau, Gerstberg, das obere Griestal, der einsame Wiesensee am Weg nach der Bahnstation Hochfilzen, der eine herrliche Aussicht bietende Kirchberg, das als Sommer Sommerfrische frische Sommerfrische stark besuchte stattliche Dorf Waidring usw. St. Ulrich am Piller Pillersee see Pillersee wird von Fieberbrunn in D/a ständiger Wanderung und von Hoch Hochfilzen filzen Hochfilzen in 1 stündiger Fahrt erreicht. Sankt Ulrich in Groden. bruck der Sudbahn Sudbahnstrecke strecke Sudbahnstrecke Franzensfeste—Bozen — 1236 m — Alpines Klima — Markt mit 2100 E. — Post — Telegraph — Telephon — 2 Aerzte mit Hausapotheke — Fleischer — Bäcker — Kaufleute — Friseur — Wannenbäder — Jagd — Fischerei — Schi-, Rodel- und Bergsport — Bergführer — Wintersport — Tennis Tennisplatz platz Tennisplatz — Hotels: Goldener Adler (100), Dolomiten-Hotel (36), Mondschein (45), Posthotel Weißes Rößl (105); Gasthöfe: Engel (26), Marienhof (46), Paßberghof (8), Salmannhof (25), Traube (6), Pensionen: Moroder, Hohenwart. St. Ulrich, durch seine Holzschnitzerei weltbekannt, ist der Hauptort des von allen Seiten leicht zugänglichen Hochtales Groden. Es ist von Waidbruck in 3 Stunden erreichbar; täglich 4maliger Postverkehr zwischen diesen Orten auf der wildromantischen, guten Grödener Straße (Fahrtdauer 3 1 j i Stunden, Fahrpreis K 2.60). Der Ort ist elektrisch beleuchtet und hat Hochquellenleitung. St. Ulrich ist eine Touristenstation ersten Ranges. ‘ Es bildet die Ausgangsstation zur Ersteigung der Hochgipfel der Geisler- gruppe, der Sellagruppe und der Langkofelgruppe sowie zu den prächtigen Wanderungen im Gebiet der Seiser Alpe. Diese, „die größte und schönste Alpe Tirols“ genannt, bedeckt einen Fiächenraum von 45 Quadratkilometern. Sie ist ein üppiges Wiesenplateau mit entzückendem Blick gegen das Hochgebirge und reich an Pflanzen, Mineralien und Schmetterlingen aller Art. Das etwa 1800 Meter hoch gelegene Plateau hat eine Anzahl von Einkehrstätten, von welcher die Hotels Seiseralpenhaus (Post,Telephon) und Frommerhaus die bedeutendsten sind. Die Seiser Alpe wird von St. Ulrich in D/sStündigem Anstieg erreicht. Andere günstige Zugänge zur Seiseralpe bieten sich von Kastelruth (siehe dieses), von Bad Ratzes (siehe dieses) und von Campitello (siehe dieses). Auch der Wintersport (speziell Schi und Rodel) findet in Gröden günstiges Terrain und eifrige Förderung. Die Winter in Gröden sind mild und doch ungemein schneereich. Ueber die hochinteressante Besiedlungskulturgeschichte Grodens unterrichtet am besten die vom Rätologen Wilhelm Moroder in Brixen verfaßte Mono Monographie graphie Monographie „Markt St. Ulrich“ (Preis 1 Mark).