Heilge Mutter Anna, du hast uns nit verstanna!

Als es in Deutschnofen einst längere Zeit nicht geregnet hatte und die Wiesen und Felder schon ganz gelb vor Dürre waren, da beschlossen die frommen Einwohner, nach Weißenstein zu pilgern und dort die hl. Mutter Anna, zu der sie ein besonderes Zutrauen hegten, anzurufen, für sie bei Gott um einen erfrischenden Regen zu bitten.

Doch als die frommen Deutschnofner dann aus der Wallfahrtskirche traten und ihnen auf einmal Hagel und Schnee um die Köpfe flogen, da kehrten sie allso gleich um und riefen zum Bildnis der hl. Mutter Anna empor:

Hl. Mutter Anna,
du hasch üns nit verstanna:
Wir hab’n gebet’n um an Rögn –
Schnee und Schauer hascht du uns göb’n!

Quelle: Weber, Beda, Die Stadt Bozen und ihre Umgebungen, 1849. S. 376

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