Die Franzosengeister

Auf dem Hügel bei der Kirche von St. Georgen unweit Bozen liegen Franzosen aus den Kriegsjahren 1797 und 1809 begraben. Da sieht man nun, besonders im Hochsommer, vor einem Ungewitter an den Ecken des Turmes vier Lichtlein sich hin- und herbewegen. Ein mutwilliger Bursche warf einmal einen Ast auf diese Lichter hinauf, kam aber dabei sehr übel an, denn nur mit knapper Not und nachdem man den Geistlichen zu Hilfe gerufen hatte, konnte er lebend die Stätte verlassen. Denn schon waren die Franzosengeister über ihn her gewesen.

Quelle: Heyl, Johann Adolf, Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Brixen 1897, S. 212

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